Johannes Kepler by Max Caspar

By Max Caspar

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French chemist Louis Pasteur made a number of major contributions to the realm of technological know-how. This e-book examines how Pasteur exposed the foundation of the fashionable germ thought. It is helping readers learn the way Pasteur's idea helped him enhance vaccines for anthrax, rabies, and different illnesses and the way his paintings keeps to steer sleek medication.

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Denn nichts in der Welt ist von Gott planlos erschaffen, das ist sein oberster Grundsatz. Sein Unterfangen geht also auf nichts Geringeres, als darauf, diesen Schöpfungsplan aufzudecken, die Gedanken Gottes nachzudenken, indem er überzeugt ist, daß »Gott gleich einem menschlichen Baumeister, der Ordnung und Regel gemäß, an die Grund­ legung der Welt herangetreten ist und jegliches so ausgemessen hat, daß man meinen könnte, nicht die Baukunst nehme sich die Natur zum Vor­ bild, vielmehr habe Gott auf die Bauweise des kommenden Menschen geschaut«.

Darum sagt er den Kriegsleuten am Schluß seiner Praktika auf das Jahr 1598: »Dem stärckem vnder zweyen feinden kan der Himmel nicht vil schaden, dem schwächem nicht vil nutzen. « So sieht man Kepler beim Kalenderschreiben fortwährend lavieren. Er prophezeit, da er nicht ungern mit den Regeln der Astrologie spielt, sagt aber gleich dazu, man verlasse sich ja nicht auf die Prophezeiungen. Er predigt und spottet. Er schreibt Kalender, weil er muß. Er schreibt sie aber auch nicht ungern, weil er dabei Gelegenheit hat, Leuten, die seine lateinischen Schriften nicht lesen und nichts von Wissenschaft verstehen, seine Meinung zu sagen.

Denn unser Geist bringt seiner Natur nach zum Studium der göttlichen Dinge Begriffe mit sich, die auf der Kategorie der Quantität aufgebaut sind; ist er dieser Begriffe beraubt, so kann er nur durch reine Negationen definieren«. Doch welche geometrischen Gebilde könnten ihm die gesuchten Zahlen­ verhältnisse liefern? Der rastlose Grübler versuchte es vergeblich mit allen möglichen Ansätzen. Den ganzen Sommer hatte er mit dieser schweren Arbeit verloren. Schließlich kam in einer Unterrichtsstunde die Erleuch­ tung über ihn.

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